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Einheitliche Ansprechstellen für Arbeitgeber in Bayern
Region Mittelfranken

10. EAA-Netzwerktreffen: Praxisnah, diskussionsfreudig und vernetzt

Am 19. Mai 2025 fand bereits das 10. Netzwerktreffen der Einheitlichen Ansprechstelle für Arbeitgeber (EAA) statt – ein Anlass, der zeigt, wie lebendig und gewachsen diese Gemeinschaft mittlerweile ist.

Gleich zu Beginn gaben die Anwesenden eine klare Rückmeldung: Besonders wertvoll sind die praxisnahen Impulse, der direkte Austausch zwischen den verschiedenen betrieblichen Akteuren sowie die konkreten Informationen, die beim Treffen weitergegeben werden. Dass Menschen aus unterschiedlichen Funktionen – ob HR, Inklusionsbeauftragte oder betriebliche Interessenvertretungen – zusammenkommen, macht die Gespräche besonders nachhaltig.

Schwerpunktthema: Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

Ein großer Teil des Treffens widmete sich dem BEM. Dabei wurden ganz praktische Fragen diskutiert:

  • Niedrigschwellige Einladungen: z. B. keine seitenlangen Paragrafentexte, wohlwollende und einladende Formulierungen wählen.
  • Rahmen und Beteiligte: z. B. erleichtern klare und verbindliche Beschreibungen des BEM und die Benennung des BEM-Kreis die Lösungsfindung. Eine wichtige Erinnerung: Betroffene dürfen gerne eine Person ihres Vertrauens mitbringen – auch den IFD.
  • BEM bekannter machen: z. b. lässt sich über Personalversammlungen und niedrigschwellige Informationsgespräche das BEM im Betrieb positiv besetzen und als Unterstützungsangebot für alle etablieren.

Erfahrungen aus verschiedenen Unternehmen bereicherten die Diskussion erheblich – denn wie so oft liegt das meiste Wissen bereits in der Runde.

Bewerbungsprozesse und Schwerbehinderung

Auch das Thema Bewerbung stand auf der Agenda. Besprochen wurden:

  • Die frühzeitige Einbindung aller relevanten betrieblichen Stellen in Bewerbungsverfahren: technische Möglichkeiten über Bewerbertools können dies erleichtern.
  • Der Umgang mit Vorbehalten im Team: Wann macht es Sinn, eine Einstellung auch gegen Widerstände durchzusetzen? Ein offener Erfahrungsaustausch brachte neue Perspektiven.
  • Die Auslegung des Grundsatzes „Schwerbehinderte Menschen sind bei gleicher fachlicher Eignung bevorzugt einzustellen" – eine lebhafte Diskussion zeigte, wie unterschiedlich dies in der Praxis gehandhabt wird.

Vernetzung in der Praxis

Ein konkretes Fallbeispiel führte zu einer wertvollen Kontaktknüpfung: Eine Person mit eigener Betroffenheitserfahrung möchte einen Kollegen dabei unterstützen, eine sehbehinderte Fachkraft einzustellen – Kontaktdaten wurden direkt ausgetauscht. Genau das macht ein funktionierendes Netzwerk aus.

Weitere Themen

Besprochen wurden außerdem finanzielle Fördermöglichkeiten bei der Einstellung schwerbehinderter Menschen – insbesondere der Inklusionsimpuls Bayern – sowie Ausgleichsabgabe und Mehrfachanrechnungen. Zudem wurden die Zusammenhänge zwischen EAA, Inklusionsamt und IFD noch einmal konkretisiert, um bestehende Unklarheiten bei den Abkürzungen auszuräumen.

Fazit

Das 10. Netzwerktreffen war lebendig, praxisnah und von echter Gemeinschaft geprägt. Alle Teilnehmenden haben sich aktiv eingebracht – es wurde diskutiert, voneinander gelernt und auch herzlich gelacht. Wir freuen uns auf das nächste Treffen!